See-Through Phone im Interview

Im Gespräch mit den Entwicklern fragten wir, wie sie auf die Idee für die App kamen und was nach dem CEBIT Innovation Award geplant ist.

Dr. Baur und Dr. Boring, wie ist Ihnen die Idee zu Ihrer Entwicklung gekommen? War es ein plötzlicher Einfall, etwas, das Ihnen im Alltag aufgefallen ist, oder ein logischer Schritt Ihrer Arbeit in diesem Bereich?

Jeder kennt die Situation: Man sitzt auf der Couch und will Fotos zeigen, hat diese aber dummerweise nur auf dem Handy mit seinem kleinen Bildschirm. Uns fehlte eine einfache Möglichkeit diese Fotos auf dem großen Fernseher anzuzeigen - am liebsten mit einer Handbewegung. Das Handy wie einen Beamer einzusetzen, fanden wir am sinnvollsten. Es gab uns auch zusätzliche Freiheiten, die andere derartige Technologien nicht haben: freies Platzieren und Skalieren aller Objekte.

Wie geht es nach Ihrem Gewinn weiter? Arbeiten Sie bereits an der Vermarktung Ihres Produkts oder haben Sie schon ganz neue Ideen?

Nichts fänden wir toller, als See-Through Phone auf beliebigen Handys und Fernsehern (oder öffentlichen Displays) vorinstalliert zu haben. Dank der Fortschritte im Bereich der Handy-Technologie ist unsere Vision inzwischen auch mit dem Massenmarkt kompatibel. Unsere Demo läuft auf einem ganz gewöhnlichen iPhone – lediglich die Integration seitens der Hersteller fehlt. Wir hoffen, See-Through Phone über Partner aus Werbewirtschaft und Hardware-Herstellern einem breiteren Publikum zugänglich machen zu können.

Sie sind Teil der ersten Generation von Gewinnern des CeBIT Innovation Awards. Haben Sie einen Tipp für potentielle Teilnehmer und Teilnehmerinnen des CeBIT Innovation Award 2014?

Der CeBIT Innovation Award bietet die großartige Chance, eigene Ideen im Bereich Usability vorzustellen. Eine Herausforderung für uns, aber auch ein wichtiger Schritt, war dabei die Anwendbarkeit unserer Forschungsarbeiten im Alltag herauszuarbeiten. Auch die vielfältigen Möglichkeiten, wie sich unsere Technologie einsetzen lässt, waren nicht von vornherein klar. Unser Tipp wäre also: Spannende Forschungsentwicklungen mit dem Alltagsnutzen im Hinterkopf neu erfinden!