Interview mit den climbtrack-Entwicklern

Die beiden Entwickler Felix Kosmalla und Frederik Wiehr berichten über die Motivation hinter climbtrack und geben Auskunft über die nächsten Karriereschritte, die sie mit ihrer Entwicklung „erklimmen" möchten.

Ein Kletterer verwendet climbtrack an der Kletterwand.
climbtrack kann auch bei Kletterwettkämpfen eingesetzt werden.

Was hat Sie auf den Gedanken gebracht, eine App zur Trainingsaufzeichnung und zur Routenoptimierung beim Indoor-Klettern zu entwickeln?

Wir sind beide passionierte Kletterer und das schon seit unserer Kindheit. Zudem teilen wir ein großes Interesse für Technik. Aus dieser Kombination entstand die Idee, Systeme zu entwickeln, die das Sportklettern mit Hilfe technischer Unterstützung noch attraktiver machen. Hierzu zählen zum einen Tracking-Technologien, wie man sie beispielsweise von Sportuhren kennt, und nun auch unsere neueste Entwicklung: der „betaCube”, eine Projektor-Kamera-Einheit für interaktives Training an der Kletterwand.  

Mit der climbtrack-Anwendung machen Sie die im Breitensport etablierten Tracking-Verfahren auch für den Klettersport nutzbar. Ein Daten-Tracking hat immer auch eine Wettbewerbskomponente. Denken Sie hier an neue Anwendungsfelder?

Das Trackingsystem kann natürlich auch für Kletterwettkämpfe genutzt werden. Dabei kann es sich um große, hallenübergreifende Wettbewerbe, aber auch um Challenges im Kleinen, zum Beispiel im eigenen Freundeskreis, handeln.

Wer beim Thema Klettern nicht ausschließlich an Freizeitbeschäftigung denkt, für den ergeben sich, beispielsweise im Gesundheitswesen, auch zahlreiche kommerzielle Vermarktungsfelder für Ihre Entwicklung. Wie geht es mit climbtrack weiter? Gibt es hierzu bereits Gespräche mit potentiellen Geschäftspartnern?

Sehr gut können wir uns den „betaCube” im Gesundheitswesen vorstellen. Ein Anwendungsbeispiel hierfür wäre die Nutzung des Gerätes zu Rehabilitationszwecken im Rahmen physiotherapeutischer Behandlungen. Hier würde der Patient das Gerät zu Hause aufstellen und durch das Tracking in Echtzeit visuelles Feedback zu seinen ausgeführten Übungen erhalten. So würde gewährleistet, dass Übungen korrekt ausgeführt und Verletzungen vermieden werden. Gerade in diesem Bereich würden wir uns wünschen, auf der CEBIT Kontakte mit potentiellen Partnern zu knüpfen.