Die Preisträger des CEBIT Innovation Awards 2014 stehen fest

Hannover, 11. Dezember 2013. Die Preisträger des CEBIT Innovation Awards 2014, initiiert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutschen Messe AG, sind gewählt. Mit ihren außergewöhnlichen IT-Projekten für größtmögliche Benutzerfreundlichkeit konnten sich insgesamt drei Forscherteams gegen die Konkurrenz durchsetzen. Der CEBIT Innovation Award zeichnet 2014 bereits zum zweiten Mal junge Talente aus, die Lösungen für innovative Interaktionsformen entwickeln.

Drei Sieger aus rund 100 Bewerbungen

Mit der zweiten Runde des CEBIT Innovation Award haben rund 100 junge Forscher aus dem gesamten Bundesgebiet ihre Bewerbungen eingereicht. Eine Auswahl an Bewerbern durfte im November ihre Ideen vor der hochkarätigen Fach-Jury präsentieren. Drei besonders überzeugende Projekte wurden von der Jury als Preisträger ausgewählt. Bei einem ersten Pressegespräch in Hannover zeigten die Forscherteams ihre Projektideen vor ausgewählten Medienvertretern. Jury-Mitglied Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas vom Bundesministerium für Bildung und Forschung war erfreut über die Qualität der Einreichungen: „Wir sind beeindruckt von der Innovationsfreude der jungen Forschergruppen. Mit dem CEBIT Innovation Award geben wir vielsprechenden Talenten eine Plattform, ihre Arbeit bekannter zu machen und weiter zur Praxisreife zu entwickeln.“

Präsentation der Preisträger auf der CEBIT 2014

Die Platzierungen, die mit insgesamt 100.000 Euro dotiert sind, werden auf der CEBIT 2014 bekannt gegeben. Am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung werden zudem die Preisträger ihre Projekte dem Fachpublikum und der Öffentlichkeit vorstellen. „Der CEBIT Innovation Award zeigt in einzigartiger Weise, über welches große Potenzial junge deutsche Forscher verfügen und trägt dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in der digitalen Welt zu stärken. Damit unterstreicht die CEBIT ihre Rolle als Treiber für Innovationen und als Startbahn für junge, kreative Ideen“, sagte Oliver Frese, CEBIT-Vorstand bei der Deutschen Messe AG und Mitglied der Fach-Jury.

Innovationen an der Schnittstelle zwischen Mensch und IT

Usability, die Benutzerfreundlichkeit von Systemen, gehört mittlerweile zu den wichtigsten Qualitäten guter Hardware und Software. Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Gesche Joost erläutert: „Usability ist heute ein integraler Bestandteil der IT-Entwicklung geworden. Der Dialog mit den Nutzern sollte aber noch einen Schritt weiter gehen: Partizipatives Design fördert Innovationen in der IT-Forschung und erhöht gleichzeitig die Chancen für einen Erfolg von neuen Technologien am Markt.“

Fiberio

Ausgezeichnet werden Christian Holz und Sven Köhler für ihr Forschungsprojekt Fiberio des Human-Computer Interaction-Lehrstuhls am Hasso-Plattner-Institut (Potsdam). Fiberio ist ein „multitouch table“, der Fingerabdrücke während der Nutzung in Sekundenschnelle identifiziert. So können mehrere Nutzer ohne Registrierung oder Log-in gleichzeitig zugeordnet werden und miteinander interagieren. Die Technik, die auf der Entwicklung eines speziellen Glasfasermaterials beruht, bietet einen hohen und gleichzeitig sehr nutzerfreundlichen Sicherheitsstandard.

Shoutr

Preisträger des CEBIT Innovation Awards ist auch die Projektgruppe von Sebastian Winkler mit der App shoutr. Das Programm ermöglicht den Austausch von Bildern und Musik mit Smartphones, die sich in unmittelbarer Nähe befinden. Dabei entsteht eine direkte Verbindung zwischen den Geräten ohne den Umweg über Clouds, Server oder sonstige Internetdienste. Die App weist eine einfach Bedienbarkeit und eine hohe Praxisrelevanz auf. Die Sicherheit der übertragenen Daten wird durch die WPa2-Verschlüsselung gewährleistet.

Kinematics

Ebenso überzeugen konnte das Entwicklerteam um Leonhard Oschütz mit ihrem neuartigen Konstruktionsspiel Kinematics, welches Kindern und Jugendlichen ermöglicht, ohne Vor- oder Computerkenntnisse interaktive, sich selbstständig bewegende Roboter zu bauen. Besonders innovativ sind die neu entwickelten Steckverbindungen mit integrierter Strom- und Datenübertragung sowie der Baukasten mit seinen bewegungsfähigen Modulen. Bei der Gestaltung des User-Interfaces achteten die Forscher darauf, den Nutzern einen möglichst barrierefreien Zugang zum Thema Robotik und damit zum Steuern komplexer Systeme zu ermöglichen.

((Video-Link:))

https://www.cebitaward.de/fileadmin/user_upload/medien/CeBITaward2014_768X432.mp4

(von links nach rechts): Christian Guder, Leonhard Oschütz, Oliver Frese, Prof. Dr. Gesche Joost, Christian Beier, Sebastian Winkler, Benjamin Werner und Sven Köhler.
(von links nach rechts): Christian Guder, Leonhard Oschütz, Oliver Frese, Prof. Dr. Gesche Joost, Christian Beier, Sebastian Winkler, Benjamin Werner und Sven Köhler.
Die Preisträger mit shoutr, Fiberio und Kinematics.
Die Preisträger mit shoutr, Fiberio und Kinematics.