Die Finalisten 2018 stellen sich auf der Press Preview vor

Die CEBIT veranstaltet auch in diesem Jahr eine internationale Press Preview im Neuen Rathaus von Hannover. Die Press Preview bietet am 15. Mai ausgewählten Ausstellern der CEBIT schon vor der Messe die Möglichkeit, zahlreichen internationalen Medienvertreter – Print, Online, Hörfunk und TV – ihre Innovationen, Produkte und News zu präsentieren. Erneut werden dabei auch erstmals die drei Finalisten des CEBIT Innovation Awards vorgestellt und können den anwesenden Journalisten ihre Innovation vorstellen.

AIPARK – Schneller zum freien Parkplatz

Mit der Suche nach einer Parklücke verbringen Menschen – besonders in Großstädten – viel Zeit. Eine Lösung bietet die cloudbasierte App AIPARK, die Nutzerinnen und Nutzern über eine dynamische Karte freie Stellplätze ­in der Umgebung anzeigt. Neben der persönlichen Empfehlung, die sowohl kommerzielle als auch öffentliche Plätze einschließt, wird zusätzlich die Wahrscheinlichkeit errechnet, den freien Parkplatz tatsächlich zu erhalten.

Mit Echtzeitdaten von über fünf Millionen Smartphones bietet die App AIPARK eine im Vergleich zu Konkurrenzprodukten flächendeckende Datenverfügbarkeit. Für die Prognose freier Parkplätze werden außerdem Langzeitinformationen wie Ampel-, Verkehrs- und Wetterdaten sowie geografische Gegebenheiten durch Künstliche Intelligenz ausgewertet und verarbeitet. Im Datenpool sind etwa 60 Millionen Parkplätze verzeichnet, von denen Nutzerinnen und Nutzern freie Parkmöglichkeiten in der Nähe angeboten werden. Über die App können auch Öffnungszeiten von Parkhäusern eingesehen und ein direktes Feedback zur individuellen Erfahrung gegeben werden.

Zu jedem Zeitpunkt werden auf der dynamischen Karte Parkprognosen durch ein Ampelsystem angezeigt. Mittels eigener App soll AIPARK dadurch langfristig helfen, unnötigen Verkehr in Städten zu verringern und die Parkplatzsuche effizienter zu machen. Auch die Implementierung auf anderen internetfähigen Plattformen ist möglich. Damit richtet sich AIPARK besonders an Autofahrerinnen und Autofahrer in Städten – denn hier ist die Parkplatzsituation besonders zu Stoßzeiten oft verheerend. Gleichzeitig kann die Applikation auch den Städten selbst zur Planung von Parkmöglichkeiten dienen.

Für die Zukunft ist eine europäische Expansion geplant. Zusätzlich sollen den Nutzerinnen und Nutzern durch eine automatische Parkraumerkennung individuell auf sie zugeschnittene Parkmöglichkeiten angezeigt werden, die zum Beispiel auf Daten wie der Fahrzeuggröße basieren. Als weiteres Ziel wird eine Kooperation mit Automobilkonzernen angestrebt, um bei der Weiterentwicklung des autonomen Fahrens mitzuwirken.

Das Team von AIPARK, das als Spin-off der Technischen Universität Braunschweig entstand, besteht neben Johannes Riedel und Mathias Rudnik aus fünf weiteren Entwicklern, die sich für eine Optimierung der Parkplatzsuche einsetzen.

Crashtest Security – Mehr Sicherheit für Web-Applikationen

Viele Transaktionen werden heute online durchgeführt. Das führt dazu, dass große Mengen meist sensibler Daten zur Vereinfachung von Zahlungs- oder Buchungsvorgängen aufgenommen, verarbeitet – und im besten Falle auch vor Fremdeingriffen geschützt werden. Crashtest Security setzt genau an diesem Punkt an: Das Tool bietet einen umfassenden Sicherheitstest für Programme im Web. Lücken in der Datensicherheit können aufgedeckt und mittels einer öffentlich verfügbaren Fehlerdatenbank analysiert und behoben werden.

In Zeiten, in denen Begriffe wie Big Data eine große Rolle in der öffentlichen Diskussion spielen, ist der Datenschutz lange nicht mehr nur ein Thema auf Expertenebene. Kleine Unternehmen und private Websitebetreiber müssen ihre Daten ebenso schützen, wie die ihrer Kundschaft und Besucherinnen und Besucher. Prinzipiell richtet sich Crashtest Security deshalb an Personen, die eine Website betreiben, auf der persönliche Daten geschützt werden sollen. Deshalb stehen besonders kleine und mittlere Unternehmen, Software-as-a-Service-Firmen und die Industrie 4.0 im Mittelstand als Zielgruppen im Fokus.

Crashtest Security kann von Unternehmen genutzt werden, um Sicherheitsprobleme einer Webanwendung offenzulegen. Die Applikation dringt bei den Sicherheitsscans in die Seite ein, um Schwachstellen zu suchen. Durch Machine-Learning-Algorithmen lernt die Anwendung dabei kontinuierlich dazu, um Hindernisse zu umgehen und Sicherheitslücken auf verschiedenen Wegen zu erkennen. Um Missbrauch zu vermeiden, muss die entsprechende Website vorher verifiziert werden. Nach dem Sicherheitsscan wird ein Reporting erstellt, das gefundenen Fehlern eine Handlungspriorität zuordnet. Eine eigene öffentliche Datenbank enthält Informationen zu jedem Fehler und bildet die Grundlage dafür, dass diese schnell und effizient behoben werden können. Mithilfe der Anwendung von Crashtest Security können auch Kosten für externe IT-Firmen reduziert werden.

Das Team von Crashtest Security hat sich für die Zukunft vorgenommen, weiter an der Zertifizierung des Produkts zu arbeiten, um einen flächendeckend anerkannten Sicherheitsstatus gewährleisten zu können. Zusätzlich soll auch eine Möglichkeit für Großkunden geschaffen werden, wichtige Daten zu schützen.

Hinter der Idee von Crashtest Security steht Janosch Maier mit seinem dreiköpfigen Gründerteam. Sie bündeln gemeinsame Kompetenzen in den Bereichen Informatik und Management und versuchen mit ihrer Innovation, die Sicherheit im Netz zu verbessern.

DIVERA 24/7 – Einsatzbereitschaft in Echtzeit visualisiert

Wie schnell qualifizierte Rettungskräfte am Unfallort erscheinen, entscheidet im Ernstfall über Leben und Tod. Das Team von DIVERA 24/7 hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, die Personalplanung im Bereich des Bevölkerungsschutzes einfacher und effizienter zu machen – mit einer App. Auf einen Blick können mit dieser die Zeit bis zum Eintreffen, die Anzahl und die Kompetenzen der Einsatzkräfte abgerufen werden. Das Ziel: die Rettungskette von der Alarmierung der Einsatzkräfte bis zu deren Eintreffen am Unfallort zu optimieren.

DIVERA 24/7 erfasst die Verfügbarkeit der Rettungskräfte und deren fachliche Kompetenzen bereits vor einem Ereignis und optimiert mit diesen Daten die Alarmierung. Mithilfe der App können bereits im Vorfeld Personalengpässe erkannt und kompensiert werden. Dadurch treffen Einsatzkräfte schneller am Einsatzort ein. Zudem können die Bedarfsplanung optimiert sowie Verfügbarkeiten und Fähigkeitslücken exakter und schneller ermittelt werden. Die Erfassung der Verfügbarkeit erfolgt dabei GPS-unterstützt, mittels Kalender beziehungsweise manuell über die App oder per Telefonanruf. DIVERA 24/7 nutzt die Möglichkeiten der Digitalisierung und unterstützt durch den organisations- und ebenenübergreifenden Ansatz das ehrenamtliche Engagement in Bereichen wie der Freiwilligen Feuerwehr.

In Deutschland nutzen bereits über 50.000 Rettungskräfte die App, die eine besondere praktische Relevanz aufweist – und das nicht nur für Feuerwehren. DIVERA 24/7 kann auch in anderen Branchen und Bereichen genutzt werden, wie beispielsweise in Event-Agenturen und Krankenhäusern oder im Krisenmanagement.

Als Produkt der Fire & Rescue Instructions GmbH setzt DIVERA 24/7 an einem Kernproblem der ehrenamtlich organisierten Rettungskräfte an. Hinter der Idee zum System stehen unter anderem Bernhard Horst, Benjamin Kreiskott und Patrick Remy, die durch Fachkompetenz in den Bereichen Krisenmanagement, Feuerwehr und Informatik das Produkt mitgestalten und entwickeln.


Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche Messe AG (DMAG) verleihen 2018 zum sechsten Mal den CEBIT Innovation Award. Der Wettbewerb ist mit insgesamt 100.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden IT-Ideen, die durch einen hohen technologischen Innovationsgrad und besondere Nutzerfreundlichkeit herausstechen.

Die Exponate der Preisträger werden auf der CEBIT 2018 am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ausgestellt (Halle 27, Stand E52). Im Rahmen der Messe wird dann auch die Rangfolge der Preisträger bekannt gegeben.

Further information about the finalists in english is available here