3. Platz: digisign

Wie lässt sich eine Unterschrift per Computer ebenso sicher einer Person zuordnen, wie durch einen forensischen Schriftsachverständigen? Wie lassen sich Unterschriftenfälschungen erkennen und belegen?

Die fälschungssichere biometrische Unterschrift

Auf dem Foto ist Markus Weber zu sehen, der digisign entwickelt hat.
Der Entwickler von digisign Markus Weber

digisign entschlüsselt jede Unterschrift – nach ihrem zeitlichen Verlauf, den Druckinformationen an jedem Punkt und ihrer genauen Geschwindigkeit. Damit ist digisign, die biometrische Unterschrift, fälschungssicher und rechtsgültig. Sie wird hergestellt mit der „digipen-Technologie“, einer einfachen, sicheren und günstigen Lösung zur papierbasierten, elektronischen Datenerfassung.

Mit der digipen-Technologie können zum Beispiel Außendienst-Mitarbeiter von Firmen handschriftliche Informationen über ein mobiles Endgerät übertragen, egal, wo sie sich gerade aufhalten. Sie benötigen dazu ein speziell gerastertes Papier und einen digitalen Stift, der die Unterschriftendynamik - also die biometrischen Daten aus Schreibverlauf, -druck und  -geschwindigkeit - erfasst und an ein Smartphone oder Tablet sicher überträgt.

Diese biometrischen Daten werden als Meta-Information verschlüsselt und bei einem Trust Center gespeichert. Bei Betrugsversuchen lässt sich die Authentizität einer Unterschrift durch den Abgleich mit den hinterlegten biometrischen Daten prüfen. Nach den Richtlinien der Europäischen Union entspricht die Unterschrift den Vorgaben einer fortgeschrittenen elektronischen Signatur, weil sie eindeutig und ausschließlich dem Unterzeichner zuzuordnen ist. Durch digisign wird es möglich, die Papierwelt von Verträgen im Geschäftsverkehr rechtssicher in eine digitale Daten- und Aktenhaltung zu übertragen.

Aus Nutzersicht erlaubt das Verfahren weiterhin, bei der gewohnten Unterschrift auf Papier als „Benutzerschnittstelle“ zu bleiben, während alle darauf aufbauenden Schritte, ohne besonderen Aufwand, rechtssicher in die digitale Welt übertragen werden.

Die biometrische Unterschrift wurde von Markus Weber, Leiter Forschung und Entwicklung der digipen technologies GmbH, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) entwickelt.

Der Entwickler von digisign im Gespräch

Entwickelt wurde digisign durch Markus Weber von der Firma digipen, einer Ausgründung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz. Wir sprachen mit ihm im Interview über den Entwicklungsprozess und die zukünftige Relevanz fälschungssicherer Unterschriften im digitalen Geschäftsverkehr.

digisign im Interview

Pressebilder von der CEBIT 2015

BMBF und Deutsche Messe AG zeichnen digisign mit dem CEBIT Innovation Award 2015 aus. v. l. n. r.: Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, Markus Weber, Volker Schilling, Prof. Dr. Gesche Joost, Oliver Frese
BMBF und Deutsche Messe AG zeichnen digisign mit dem CEBIT Innovation Award 2015 aus. v. l. n. r.: Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, Markus Weber, Volker Schilling, Prof. Dr. Gesche Joost, Oliver Frese
Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka testet die Technologie von digisign unter Anleitung des Entwicklers Markus Weber.
Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka testet die Technologie von digisign unter Anleitung des Entwicklers Markus Weber.
Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka testet die Technologie von digisign unter Anleitung des Entwicklers Markus Weber.
Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka testet die Technologie von digisign unter Anleitung des Entwicklers Markus Weber
Die Preisverleihung des CEBIT Innovation Award 2015 fand am 16. März statt. Hintere Reihe v. l. n. r.: Markus Weber, Volker Schilling, Dr. Roman Priebe, Lukas Neumann, Dr. Marco Schreiber, Prof. Dr. Gesche Joost, Oliver Frese vordere Reihe v. l. n. r.: Manfred Ide, Nadine Weiberg, Christopher Herbon, Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka
Die Preisverleihung des CEBIT Innovation Award 2015 fand am 16. März statt. Hintere Reihe v. l. n. r.: Markus Weber, Volker Schilling, Dr. Roman Priebe, Lukas Neumann, Dr. Marco Schreiber, Prof. Dr. Gesche Joost, Oliver Frese vordere Reihe v. l. n. r.: Manfred Ide, Nadine Weiberg, Christopher Herbon, Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka