1. Platz: FOVEA

1,2 Milliarden Holzstämme werden jährlich in deutschen Wäldern gesammelt und mit drei Millionen Transporten in die Fabriken der Holzindustrie gefahren. Der Preis für einen einzelnen Stamm Industrieholz ist in den letzten fünf Jahren von 60 Euro auf bis zu 100 Euro gestiegen. Entscheidend für den Preis sind Qualität und Maße des Holzes. Wie lang und wie breit sind die Stämme? Auf dem Weg aus dem Wald bis zum Sägewerk wird heute manuell bis zu fünfmal gemessen und gezählt. Mit der neuen FOVEA-App können Förster und Beschäftigte in der Holzindustrie alle Stämme, die auf einem sogenannten Holzpolter gestapelt sind, fotooptisch schnell und einfach mit dem Smartphone berechnen – Die Entwickler erhielten den ersten Preis beim CEBIT Innovation Award 2015.

App zur fotooptischen Holzvermessung mit dem Smartphone

Das Bild zeigt die Entwickler von FOVEA: Nadine Weiberg, Manfred Ide und Christopher Herbon.
Die Entwickler von FOVEA: Nadine Weiberg, Manfred Ide und Christopher Herbon

Die FOVEA-App erstellt aus mehreren Einzelfotos ein Panoramabild, aus dem die Nutzer alle erforderlichen Ergebnisse für die Holzvermessung ablesen können. Anstelle der heute manuellen Messung bietet FOVEA ein gültiges, günstiges und schnelles Holzvermessungsverfahren, welches das Verkaufsmaß bereits im Wald, am Anfang der Holzlieferkette, ermittelt. Die Nutzer der FOVEA-App können alle Messdaten in wenigen Sekunden ermitteln. Sie sparen dadurch bis zu 95 Prozent ihrer Zeit: Was ohne die App eine Stunde dauert, ist mit ihr nach drei Minuten erledigt.

Die Bedienung der FOVEA-App ist dabei so simpel wie nur möglich: Ein paar Fotos mit dem Smartphone, wenige Klicks zur Angabe der Holzsorte, eine Prüfung, ob alle Daten korrekt sind – und das Ergebnis liegt vor. Auch in diesem eher ungewöhnlichen Anwendungsgebiet zeigt sich, dass die konsequente Nutzerfreundlichkeit den entscheidenden Innovationsschritt darstellt. Die FOVEA-Gründer sind überzeugt, bis 2018 einen Großteil des weltweiten Holzeinschlags vermessen zu können.

Der Förster und Informatiker Manfred Ide gründete FOVEA zusammen mit dem Softwareentwickler Christopher Herbon und der Interface Designerin Nadine Weiberg – alle drei Absolventen der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen.

Erfahren Sie mehr über FOVEA im Video:

((Video-Link:))

https://www.cebitaward.de/videos/150310_CeBITFovea_Final-Internet_h264_1080p.mp4

Die Entwickler von FOVEA im Gespräch

Christopher Herbon, Manfred Ide und Nadine Weiberg haben die App FOVEA zur digitalen Vermessung von Holzbeständen entwickelt. In unserem Kurzinterview blicken sie auf die „Wurzeln" der Anwendung zurück und berichten über die Marktausrichtung und Zielgruppen.

FOVEA im Interview

Pressebilder der CEBIT 2015

Manfred Ide erläutert Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und der Jury-Vorsitzenden Prof. Dr. Gesche Joost die App FOVEA V. l. n. r.: Manfred Ide, Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, Prof. Dr. Gesche Joost
BMBF und Deutsche Messe AG zeichnen FOVEA mit dem CEBIT Innovation Award 2015 aus.v. l. n. r.: Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, Nadine Weiberg, Manfred Ide, Christopher Herbon, Prof. Dr. Gesche Joost, Oliver Frese
Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka testet die App FOVEA
Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka testet die App FOVEA
Die Preisverleihung des CEBIT Innovation Award 2015 fand am 16. März statt. Hintere Reihe v. l. n. r.: Markus Weber, Volker Schilling, Dr. Roman Priebe, Lukas Neumann, Dr. Marco Schreiber, Prof. Dr. Gesche Joost, Oliver Frese vordere Reihe v. l. n. r.: Manfred Ide, Nadine Weiberg, Christopher Herbon, Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka
Die Preisverleihung des CEBIT Innovation Award 2015 fand am 16. März statt. Hintere Reihe v. l. n. r.: Markus Weber, Volker Schilling, Dr. Roman Priebe, Lukas Neumann, Dr. Marco Schreiber, Prof. Dr. Gesche Joost, Oliver Frese vordere Reihe v. l. n. r.: Manfred Ide, Nadine Weiberg, Christopher Herbon, Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka
Manfred Ide erläutert Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und der Jury-Vorsitzenden Prof. Dr. Gesche Joost die App FOVEA V. l. n. r.: Manfred Ide, Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, Prof. Dr. Gesche Joost
Manfred Ide erläutert Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und der Jury-Vorsitzenden Prof. Dr. Gesche Joost die App FOVEA V. l. n. r.: Manfred Ide, Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, Prof. Dr. Gesche Joost