FOVEA

1. Platz: FOVEA – die App zur fotooptischen Holzvermessung mit dem Smartphone

1,2 Milliarden Holzstämme werden jährlich in deutschen Wäldern gesammelt und mit drei Millionen Transporten in die Fabriken der Holzindustrie gefahren. Der Preis für einen einzelnen Stamm Industrieholz ist in den letzten fünf Jahren von 60 Euro auf bis zu 100 Euro gestiegen. Entscheidend für den Preis sind Qualität und Maße des Holzes. Wie lang und wie breit sind die Stämme? Auf dem Weg aus dem Wald bis zum Sägewerk wird heute manuell bis zu fünfmal gemessen und gezählt. Mit der neuen FOVEA-App können Förster und Beschäftigte in der Holzindustrie alle Stämme, die auf einem sogenannten Holzpolter gestapelt sind, fotooptisch schnell und einfach mit dem Smartphone berechnen – Die Entwickler erhielten den ersten Preis beim CeBIT Innovation Award 2015.

Die FOVEA-App erstellt aus mehreren Einzelfotos ein Panoramabild, aus dem die Nutzer alle erforderlichen Ergebnisse für die Holzvermessung ablesen können. Anstelle der heute manuellen Messung bietet FOVEA ein gültiges, günstiges und schnelles Holzvermessungs-verfahren, welches das Verkaufsmaß bereits im Wald, am Anfang der Holzlieferkette, ermittelt. Die Nutzer der FOVEA-App können alle Messdaten in wenigen Sekunden ermitteln. Sie sparen dadurch bis zu 95 Prozent ihrer Zeit: Was ohne die App eine Stunde dauert, ist mit ihr nach drei Minuten erledigt.

Die Bedienung der FOVEA-App ist dabei so simpel wie nur möglich: Ein paar Fotos mit dem Smartphone, wenige Klicks zur Angabe der Holzsorte, eine Prüfung, ob alle Daten korrekt sind – und das Ergebnis liegt vor. Auch in diesem eher ungewöhnlichen Anwendungsgebiet zeigt sich, dass die konsequente Nutzerfreundlichkeit den entscheidenden Innovationsschritt darstellt. Die FOVEA-Gründer sind überzeugt, bis 2018 einen Großteil des weltweiten Holzeinschlags vermessen zu können.

Der Förster und Informatiker Manfred Ide gründete FOVEA zusammen mit dem Softwareentwickler Christopher Herbon und der Interface Designerin Nadine Weiberg – alle drei Absolventen der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen.

Sie haben 2013 mit der Entwicklung der App begonnen und sie nun zur Marktreife gebracht. Weitere Informationen: www.fovea.eu

So funktioniert die App "FOVEA"

Die Entwickler von FOVEA im Gespräch

Christopher Herbon, Manfred Ide und Nadine Weiberg haben die App FOVEA zur digitalen Vermessung von Holzbeständen entwickelt. In unserem Kurzinterview blicken sie auf die "Wurzeln" der Anwendung zurück und berichten über die Marktausrichtung und Zielgruppen.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, eine App zu entwickeln, mit der per Smartphone Holzstämme vermessen werden können?

Die Idee kam Manfred Ide während der Tätigkeiten in der forstlichen Praxis. In der Regel werden immer neue Techniken und mehrere elektronische Geräte eingeführt, um möglichst viele Zahlen für das Controlling zu ermitteln und „Zeit und Geld“ zu sparen. Dabei wird meistens der Endanwender vergessen. Ziel war es, mindestens fünf elektronische Geräte zu ersetzen, die Bedienerfreundlichkeit deutlich zu steigern und so Schulungszeit und Kosten zu sparen.

Welche Ziele verfolgen Sie mit dieser benutzerfreundlichen und innovativen Anwendung?

Bei uns steht der Endanwender im Fokus, bspw. der Förster, dem die Bedienung Freude bereiten sowie Gesundheit und Ressourcen schonen soll. Gleichzeitig ermöglicht es unsere Innovation, mehrere Daten, u. a. für Logistik und Controlling, automatisch zu erheben. Somit werden mit deutlich weniger Ressourcen mehr Ergebnisse erzielt, was alle Teilnehmenden zufrieden macht.

Wer sind Ihre potenziellen Kunden und auf welchen Märkten wollen Sie das Produkt vertreiben?  

Die FOVEA Produkte sind für das gesamten Cluster Forst und Holz von großer Bedeutung. Zum aktuellen Zeitpunkt fokussieren wir uns auf Europa und ausgewählte Länder weltweit. Mittelfristig möchten wir das Angebot noch weiter ausbauen.

Pressebilder von der CeBIT 2015

BMBF und Deutsche Messe AG zeichnen FOVEA mit dem CeBIT Innovation Award 2015 aus.v. l. n. r.: Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, Nadine Weiberg, Manfred Ide, Christopher Herbon, Prof. Dr. Gesche Joost, Oliver Frese © BMBF / Janto Trappe
BMBF und Deutsche Messe AG zeichnen FOVEA mit dem CeBIT Innovation Award 2015 aus.v. l. n. r.: Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, Nadine Weiberg, Manfred Ide, Christopher Herbon, Prof. Dr. Gesche Joost, Oliver Frese © BMBF / Janto Trappe
Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka testet die App FOVEA © BMBF / Janto Trappe
Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka testet die App FOVEA © BMBF / Janto Trappe
Die Preisverleihung des CeBIT Innovation Award 2015 fand am 16. März statt. Hintere Reihe v. l. n. r.: Markus Weber, Volker Schilling, Dr. Roman Priebe, Lukas Neumann, Dr. Marco Schreiber, Prof. Dr. Gesche Joost, Oliver Frese vordere Reihe v. l. n. r.: Manfred Ide, Nadine Weiberg, Christopher Herbon, Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka © BMBF / Janto Trappe
Die Preisverleihung des CeBIT Innovation Award 2015 fand am 16. März statt. Hintere Reihe v. l. n. r.: Markus Weber, Volker Schilling, Dr. Roman Priebe, Lukas Neumann, Dr. Marco Schreiber, Prof. Dr. Gesche Joost, Oliver Frese vordere Reihe v. l. n. r.: Manfred Ide, Nadine Weiberg, Christopher Herbon, Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka © BMBF / Janto Trappe
Manfred Ide erläutert Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und der Jury-Vorsitzenden Prof. Dr. Gesche Joost die App FOVEA V. l. n. r.: Manfred Ide, Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, Prof. Dr. Gesche Joost © BMBF / Janto Trappe
Manfred Ide erläutert Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka und der Jury-Vorsitzenden Prof. Dr. Gesche Joost die App FOVEA V. l. n. r.: Manfred Ide, Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, Prof. Dr. Gesche Joost © BMBF / Janto Trappe

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Ablauf und Termine

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