shoutr

Update Januar 2015: Drei Nachfragen zu "shoutr" an die Entwickler

Knapp ein Jahr nach ihrem Erfolg beim CeBIT Innovation Award haben wir bei Christian Beier, Benjamin Werner und Sebastian Winkler nachgefragt, wie sich ihre App "shoutr" in den vergangenen Monaten entwickelt hat und welche Tipps sie zukünftigen Teilnehmer-Teams des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der Deutschen Messe AG veranstalteten Wettbewerbs mit auf den Weg geben können. 

Die Zeit, die seit Ihrem Gewinn des CeBIT Innovation Award vergangen ist, ist in der „digitalen Zeitrechnung“ eine halbe Ewigkeit. Wie rasant haben sich shoutr und Ihr Start-up seitdem weiterentwickelt? 


Da hat sich in der Tat eine Menge getan! Gleich auf der CeBIT haben wir einige interessante Kontakte geknüpft, mit dem Resultat, dass sich shoutr labs komplett neue Geschäftsfelder eröffnet haben. Zusätzlich zur shoutr-App bieten wir nun auch ein komplettes smart-building System an, dass auf der shoutr-Technologie basiert: 

Mit dem shoutr.Boxx System können sich beispielsweise Besucher eines Museums am Eingang eine kleine App herunterladen, die ihnen später in der Ausstellung, je nach Position, völlig automatisch die richtigen Inhalte zu den Exponaten anzeigt, ohne dass Nummern eingetippt oder QR-Codes gescannt werden müssen. Die dafür nötige Indoor-Lokalisierung leistet unsere shoutr-Technologie im Zusammenspiel mit Bluetooth Low Energy Beacons.


Fragen zu Datensicherheit und -missbrauch stehen nach wie vor weit oben auf der technologiepolitischen Agenda. Inwieweit kann shoutr die Sicherheitslücken im Datenverkehr schließen und von den aktuellen Diskussionen profitieren? 


Die shoutr-App ist nach wie vor ein äußerst sicherer Weg, vertrauliche Daten zu tauschen. Der Grund ist einfach: Alles, was mit shoutr gesendet wird, geht niemals über die Cloud, sondern wird direkt zwischen den beteiligten Geräten ausgetauscht. Die Übertragung läuft dabei immer Ende-zu-Ende-verschlüsselt.

Das ist erst einmal schön und gut, der wichtige Punkt ist aber, dass die Datenströme noch dazu etwaigen Analysen in der Cloud verborgen bleiben, eben weil sie lediglich lokal verlaufen. Es wäre sicherlich schön, wenn die shoutr-App in dieser Hinsicht noch ein wenig mehr Publicity bekäme. Vielleicht präsentieren wir das Ganze auch einmal auf dem Chaos Communication Congress.


Welches ist das wichtigste Erfolgsgeheimnis Ihrer Arbeit, an dem sich womöglich auch die Gewinner der CeBIT Innovation Awards 2015 ein Stück weit orientieren können? 


Um es mal so zu sagen: Der Schlüssel zum Erfolg ist niemals nur ein einzelner Aspekt der Arbeit, sondern immer eine – die richtige – Kombination verschiedenster Faktoren. Fundamental ist ein eingespieltes Teamwork, dass regelmäßige Feedback-Loops mit den richtigen Tools integriert. Dann muss Mensch natürlich immer ein offenes Ohr für die Entwicklungen haben, die Technik nimmt und vor allem nehmen könnte. Das ist vielleicht das Wichtigste: Entwicklungen antizipieren zu können und so auf dem Markt eine Vorreiterrolle einnehmen zu können!

shoutr

shoutr – eine App zur drahtlosen Distribution digitaler Inhalte

Die App shoutr ermöglicht den drahtlosen Austausch von Bildern und Musik mit Smartphones und anderen mobilen Endgeräten, die sich in unmittelbarer Nähe befinden. Dabei entsteht auf der Basis der WLAN-Technologie eine direkte Verbindung zwischen den Geräten ohne den Umweg über Clouds, Server oder sonstige Internetdienste. Die App weist eine einfache Bedienbarkeit und eine hohe Praxisrelevanz auf. Die Sicherheit der übertragenen Daten wird durch die WPa2-Verschlüsselung gewährleistet.

Mit shoutr lassen sich mit jedem Android-Smartphone ortsbezogene „ShoutClouds“ erstellen, spezielle WLAN-Netze, über die digitale Inhalte angeboten werden können. User in der Nähe werden von der installierten App benachrichtigt und können mit einem Klick den Datentransfer starten. shoutrs schnelle, verschlüsselte WLAN-Übertragungstechnologie, seine Anbindung an soziale Netzwerke und die uneingeschränkte Auswahl und Größe der auszutauschenden Daten führt zu einem attraktiven Produkt für private User und einer neuen Form des Proximity Marketings für Geschäftskunden. Mit shoutr als Marketing-Lösung können Printmedien wie etwa Flyer durch neue Kommunikationsformen ersetzt werden. Mehr Informationen unter www.shoutr.net

Was ist shoutr?

Das Team von shoutr im Gespräch

 

Entwickelt wurde shoutr von den drei Diplom-Informatikern Sebastian Winkler, Christian Beier und Benjamin Werner. Wir fragten sie, wie sie auf ihre Idee gekommen sind und welche Ziele sie mit shoutr haben.

 shoutr bietet eine nutzerfreundliche App zur Verbreitung digitaler Inhalte. Was gab Ihnen den Anstoß zur Entwicklung dieser Idee?


Es gab schlichtweg keine einfache Lösung, um überall Daten unkompliziert von einem mobilen Gerät an ein anderes zu senden. Da dachten wir uns, dass das jemand entwickeln müsste. Die Vorteile liegen auf der Hand: Solch eine Technik ist überall einsetzbar, auch wenn keinerlei Netzwerkinfrastruktur vor Ort ist. Überhaupt wird direkte Gerät-zu-Gerät-Kommunikation in Zukunft immer wichtiger werden: Es macht schließlich wenig Sinn, wenn Geräte, die sich in unmittelbarer Nähe zueinander befinden, ihre Daten zuerst auf einen Server in Amerika hochladen, damit sich das Empfangsgerät die Daten von dort wieder herunterlädt. Dass bei der direkten Gerät-zu-Gerät-Kommunikation natürlich auch die Geschwindigkeit höher ist, ist ein willkommener Nebeneffekt.


Auf der CeBIT 2014 können Sie im Rahmen der Verleihung des CeBIT Innovation Awards ihr Projekt einem internationalen Publikum vorstellen. Was sind Ihre Ziele für shoutr?

Wir wollen die internationale Bühne der CeBIT dafür nutzen, shoutr noch bekannter zu machen, denn wie jede Kommunikationslösung lebt auch shoutr von einer hohen Verbreitung. Mit einer Präsentation auf der CeBIT erreichen wir ein deutschsprachiges, vor allem aber auch ein internationales Publikum.

Gerade weil shoutr ein Tool ist, das keinerlei Infrastruktur benötigt, sehen wir großes Potential in Ländern mit weniger stark ausgebautem mobilen Internetzugang. Schließlich wollen wir die CeBIT natürlich auch dafür nutzen, mit existierenden und zukünftigen shoutr-Usern ins Gespräch zu kommen und Schlüsse für die weitere Entwicklungsrichtung zu ziehen.


shoutr benötigt keine zusätzlichen Server oder Clouds. Meinen Sie, dass solche unabhängigen Systeme wie shoutr in Zukunft stärker genutzt werden, weil die Nutzer bei anderen Systemen die Sicherheit ihrer Daten nicht überblicken können?

Ja, auf jeden Fall! Gerade im Hinblick auf die NSA-Enthüllungen im vergangenen Jahr glauben wir, dass bei den Usern ein erhöhtes Bedürfnis nach Vertraulichkeit und Sicherheit ihrer Kommunikation besteht. Und anstatt diese über Server in der Cloud (d.h. den USA) abzuwickeln, ist der direkte Weg immer noch der inhärent sicherste. Bei shoutr ist diese direkte Gerät-zu-Gerät-Kommunikation immer verschlüsselt, die User haben die komplette Kontrolle darüber, was sie verschicken und welchen Weg diese Daten gehen. Wir denken, dass einer solchen sicheren grassroots-Kommunikation unabhängiger User eine große Zukunft bevorsteht.

 

Presseinfos zu shoutr zum Download (deutsch)

Presseinfos zu shoutr zum Download (englisch)

 

Zu den anderen Preisträgern 2014

 

Pressebilder von der CeBIT 2014

Sebastian Winkler (shoutr labs UG) präsentiert die shoutr App. © CeBIT Innovation Award / BMBF
Sebastian Winkler (shoutr labs UG) präsentiert die shoutr App. © CeBIT Innovation Award / BMBF
shoutr erhält den 1. Preis des CeBIT Innovation Award 2014 (50.000 Euro) (v.l.n.r.: Oliver Frese, Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, Christian Beier, Benjamin Werner, Sebastian Winkler, Prof. Dr. Gesche Joost). © CeBIT Innovation Award /
shoutr erhält den 1. Preis des CeBIT Innovation Award 2014 (50.000 Euro) (v.l.n.r.: Oliver Frese, Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka, Christian Beier, Benjamin Werner, Sebastian Winkler, Prof. Dr. Gesche Joost). © CeBIT Innovation Award / BMBF
Bild 1 // Christian Beier, Benjamin Werner und Sebastian Winkler präsentieren shoutr (1. Preis des CeBIT Innovation Award 2014). © CeBIT Innovation Award / BMBF
Bild 1 // Christian Beier, Benjamin Werner und Sebastian Winkler präsentieren shoutr (1. Preis des CeBIT Innovation Award 2014). © CeBIT Innovation Award / BMBF
Bild 2 // Christian Beier, Benjamin Werner und Sebastian Winkler präsentieren shoutr (1. Preis des CeBIT Innovation Award 2014). © CeBIT Innovation Award / BMBF
Bild 2 // Christian Beier, Benjamin Werner und Sebastian Winkler präsentieren shoutr (1. Preis des CeBIT Innovation Award 2014). © CeBIT Innovation Award / BMBF
Bild 3 // Christian Beier, Benjamin Werner und Sebastian Winkler präsentieren shoutr (1. Preis des CeBIT Innovation Award 2014). © CeBIT Innovation Award / BMBF
Bild 3 // Christian Beier, Benjamin Werner und Sebastian Winkler präsentieren shoutr (1. Preis des CeBIT Innovation Award 2014). © CeBIT Innovation Award / BMBF
Bild 4 // Christian Beier, Benjamin Werner und Sebastian Winkler präsentieren shoutr (1. Preis des CeBIT Innovation Award 2014). © CeBIT Innovation Award / BMBF
Bild 4 // Christian Beier, Benjamin Werner und Sebastian Winkler präsentieren shoutr (1. Preis des CeBIT Innovation Award 2014). © CeBIT Innovation Award / BMBF
Preisverleihung des CeBIT Innovation Award 2014 mit Oliver Frese, Prof. Dr. Gesche Joost und Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka (v.l.n.r.) © CeBIT Innovation Award / BMBF
Preisverleihung des CeBIT Innovation Award 2014 mit Oliver Frese, Prof. Dr. Gesche Joost und Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka (v.l.n.r.) © CeBIT Innovation Award / BMBF
Oliver Frese und Prof. Dr. Gesche Joost bei der Preisverleihung des CeBIT Innovation Award 2014.© CeBIT Innovation Award / BMBF
Oliver Frese und Prof. Dr. Gesche Joost bei der Preisverleihung des CeBIT Innovation Award 2014.© CeBIT Innovation Award / BMBF
Preisverleihung des CeBIT Innovation Award 2014 mit Oliver Frese, Prof. Dr. Gesche Joost und Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka (v.l.n.r.). © CeBIT Innovation Award / BMBF
Preisverleihung des CeBIT Innovation Award 2014 mit Oliver Frese, Prof. Dr. Gesche Joost und Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka (v.l.n.r.). © CeBIT Innovation Award / BMBF
Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka gemeinsam mit Preisträgern und Jury-Mitgliedern des CeBIT Innovation Award 2014. © CeBIT Innovation Award / BMBF
Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka gemeinsam mit Preisträgern und Jury-Mitgliedern des CeBIT Innovation Award 2014. © CeBIT Innovation Award / BMBF
Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka gemeinsam mit Preisträgern und Jury-Mitgliedern des CeBIT Innovation Award 2014. © CeBIT Innovation Award / BMBF
Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka gemeinsam mit Preisträgern und Jury-Mitgliedern des CeBIT Innovation Award 2014. © CeBIT Innovation Award / BMBF
 

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Award-Vergabe

Aus den besten Exponaten wählt die Jury diejenigen Projekte aus, die zur CeBIT-Messe 2018 prämiert und ausgestellt werden.

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