Display as a Service

Update Januar 2014: Wie geht es weiter mit DaaS?


Herr Löffler, was ist seit Ihrem Gewinn des CeBIT Innovation Award 2013 passiert? Arbeiten Sie weiter an "DaaS"? Oder gibt es vielleicht neue Ideen?

Seit dem Gewinn des CeBIT Innovation Award 2013 war das Interesse an unserer Technologie "Display as a Service (DaaS)" ungebrochen. Namhafte internationale Industriepartner aus mehreren Fachbereichen haben großes Interesse an DaaS angemeldet und evaluieren nun mit uns in gemeinsamen Forschungsprojekten, ob und wie DaaS-basierte Produkte entstehen können. Leider dürfen wir aus Geheimhaltungsgründen kaum Namen unserer Partner nennen; Intel – unser Sponsor der ersten Stunde – gehört aber auf jeden Fall dazu.

DaaS wird hierzu kontinuierlich weiterentwickelt, ist zwischenzeitlich schneller, stabiler und (noch) flexibler geworden, und wird den Forschungspartnern als Plattform für die selbstständige Entwicklung von DaaS-Applikationen zur Verfügung gestellt. Dabei werden auch neue Forschungsthemen rund um die Grundlagentechnologie immer interessanter; so spielen nun Fragen um Benutzerschnittstellen zwischen vielen DaaS-Anwendungen oder die Einbindung der Vielzahl von Sensoren in heutigen Mobilgeräten zur Steuerung und Kalibrierung von großen DaaS-Displaywänden eine zunehmend große Rolle.

Im großen europäischen Forschungsrahmenprogramm "Future Internet", ist DaaS ein "Generic Enabler" auf dem Weg, die kommenden Technologiestandards des Internet der Zukunft zu definieren. Ebenfalls im europäischen Kontext sind im Sommer 2013 zwei europäische Patentanträge um DaaS veröffentlicht worden. Aber auch im lokalen Umfeld wird DaaS genutzt und geschätzt: So wurde im Weltkulturerbe Völklinger Hütte gerade ein DaaS-basiertes Exponat im Rahmen der Ausstellung "Generation Pop" eröffnet. DaaS bildet dabei das Ende einer Reise durch die Epochen der Popkultur und einen Ausblick auf kommende Technologien. Generaldirektor Prof. Dr. Meinrad Maria bezeichnete das installierte DaaS-Exponat als "die Mona Lisa der Zukunft". Wir versuchen natürlich, diesem möglichst gerecht zu werden.

 
Die neuen Preisträger 2014 stehen fest: Ihr Tipp an Ihre Nachfolger? Welche Chance sollten sie unbedingt nutzen?

Basierend auf meiner Erfahrung sollten die Preisträger primär die hervorragende Plattform des CeBIT-Auftritts nutzen, um sich und Ihre Ideen vor Ort zu präsentieren. Ich selbst hatte in dieser einen Woche in Hannover bereits mit 90% der Unternehmen Kontakt, mit denen wir heute intensiv zusammenarbeiten um DaaS weiter voran zu bringen. So anstrengend diese eine CeBIT-Woche auch zugegebenermaßen war, hat sich diese Investition in vielerlei Hinsicht gelohnt.


Wo sehen Sie heute in Deutschland das größte Potenzial für Usability – und wo besteht Nachholbedarf?

Aus dem Kontext meines eigenen Projekts weiß ich dass weiterhin eine enorme Verteilung und Vernetzung von Geräten und Applikationen auf uns zu kommen wird und dass die Usability solcher Systeme stark in den Vordergrund rücken wird – so natürlich auch in Deutschland. Unsere eigenen spannenden Forschungsfragen fangen hier gerade erst an aufzutauchen, und ich glaube dass sich die Art und Weise wo und wie wir mit Geräten und unserer Umgebung interagieren werden, stark verändern muss und wird. Hier besteht meiner Meinung nach auch der größte Nachholbedarf, weil sich vielerorts herausstellt dass die gewohnten Interaktionsparadigmen, die dort aktuell meistens wiederverwendet werden, einfach nicht funktionieren.

Aktuelle Pressebilder von DaaS

DaaS in drei Dimensionen bei der Europa-Tournee des 'Intel Future Showcase 2013 © Intel
DaaS in drei Dimensionen bei der Europa-Tournee des 'Intel Future Showcase 2013 © Intel
Eröffnung eines DaaS-Exponats in der Ausstellung 'Generation Pop!' des Weltkulturerbe Völklinger Hütte © DFKI
Eröffnung eines DaaS-Exponats in der Ausstellung 'Generation Pop!' des Weltkulturerbe Völklinger Hütte © DFKI

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Ablauf und Termine

Award-Vergabe

Aus den besten Exponaten wählt die Jury diejenigen Projekte aus, die zur CeBIT-Messe 2017 prämiert und ausgestellt werden.

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