Display as a Service – Alexander Löffler

Update Januar 2014: Wie geht es weiter mit DaaS?

Seit dem Gewinn des CeBIT Innovation Award 2013 konnte Alexander Löffler weiter an seiner Innovation arbeiten. Im Interview erklärt er, wo DaaS noch besser geworden ist, was er von der CeBIT mitgenommen hat und wohin die Reise im Bereich Usability in Deutschland hingehen könnte.

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1. Preis beim CeBIT Innovation Award

Ein Bild sagt mehr auf tausend Displays: Display as a Service (DaaS) verwandelt eine unbegrenzte Anzahl von Einzelmonitoren (PC, Tablet, Smartphone) in eine gemeinsame Bildschirmwand (Fernseher, Beamer, Großdisplay).

Mit DaaS können mithilfe einer App und einer WLAN-Verbindung beliebig aufgelöste Bilder auf beliebig auflösende Bildschirme ganz ohne Kabel in verschiedenen Formaten angezeigt werden und nach Wunsch auch auf mehreren Displays erscheinen. DaaS verfolgt einen innovativen Ansatz, ist sehr intuitiv zu bedienen und eröffnet vielfache Nutzungsmöglichkeiten.

So funktioniert Display as a Service

Ehrung der Gewinner des 1. Preises „Display as a Service“, Alexander Löffler, Deutsches Forschungszentrum fu?r Ku?nstliche Intelligenz (DFKI) © Bundesministerium für Bildung und Forschung
Ehrung der Gewinner des 1. Preises „Display as a Service“, Alexander Löffler, Deutsches Forschungszentrum fu?r Ku?nstliche Intelligenz (DFKI) © Bundesministerium für Bildung und Forschung
Alexander Löffler präsentiert seine innovative Idee Display as a Service © Bundesministerium für Bildung und Forschung
Alexander Löffler präsentiert seine innovative Idee Display as a Service © Bundesministerium für Bildung und Forschung
Alexander Löffler © Sven Michel
Alexander Löffler © Sven Michel
DaaS überträgt Inhalte auf ein großes Display © DFKI
DaaS überträgt Inhalte auf ein großes Display © DFKI
Eine Displaywand aus ganz unterschiedlichen Geräten - über das Netz zusammengeschaltete Monitore, Tablets oder Projektoren - zeigt Videoströme großflächig und visuell korrekt, unabhängig von der tatsächlichen Auflösung der Displays und ohne jede Spezialha
Eine Displaywand aus ganz unterschiedlichen Geräten - über das Netz zusammengeschaltete Monitore, Tablets oder Projektoren - zeigt Videoströme großflächig und visuell korrekt, unabhängig von der tatsächlichen Auflösung der Displays und ohne jede Spezialhardware. © Andre Mailänder

Drei Fragen an Alexander Löffler

Herr Löffler, wie ist Ihnen die Idee zu Ihrer Entwicklung gekommen? War es ein plötzlicher Einfall, etwas, das Ihnen im Alltag aufgefallen ist, oder ein logischer Schritt Ihrer Arbeit in diesem Bereich?

Die initiale Idee zu unserem Projekt “Display as a Service” (DaaS) kam uns bei einer alltäglichen Situation im Besprechungsraum: Die dort installierte Kombination aus Projektor und Videokabel wollte einmal mehr partout nicht mit den Laptop eines Präsentierenden funktionieren. Wir dachten uns, das muss doch auch einfacher möglich sein. Verfestigt hat sich die Idee, das Netzwerk als Übertragungsmedium für Bildsignale zu nutzen, dann beim Aufbau des DFKI-Visualisierungszentrums, in dem eine Vielzahl von Displays, Displaywänden und Projektoren gleichzeitig und flexibel von genauso vielen heterogenen Quellen angesteuert werden sollen. Damit war DaaS geboren und vereinfacht seitdem die Art und Weise, wie wir mit unseren vielen Bildschirmen arbeiten.


Wie geht es nach Ihrem Gewinn weiter? Arbeiten Sie bereits an der Vermarktung Ihres Produkts oder haben Sie schon ganz neue Ideen?

DaaS wird als Technologie weiterhin aktiv in Forschungs- und Entwicklungsprojekten des DFKI und des Intel Visual Computing Instituts eingesetzt. Insbesondere im industriellen Kontext bei Unternehmen mit hohem Visualisierungsbedarf stößt das Konzept auf offene Ohren, weil die Einsparungspotentiale bei gleichzeitiger Erweiterung der Flexibilität sofort einleuchten. Darüberhinaus arbeiten wir bereits mit einer Vielzahl an Partnern zusammen, um die patentierte Technologie auch potentiell aus dem Forschungsumfeld zu heben und in einen Produktstatus zu überführen.
Aber auch die Forschungsthemen gehen uns in nächster Zeit sicher nicht aus: Die durch DaaS gegebene Verfügbarkeit von Pixeln überall im Netzwerk und die Möglichkeit, diese frei über beliebige Anzeigegeräte hinweg anzeigen zu können, erfordern ganz neue Interaktionsparadigmen. Benutzer können nicht nur entscheiden, wie sie mit einer Anwendung interagieren, sondern auch noch mit welcher im Netzwerk verfügbaren Anwendung sie dies gerade tun wollen und zusätzlich, wo sie welche Anwendung darstellen möchten. All dies eröffnet neue, spannende Forschungsfragen.


Sie sind Teil der ersten Generation von Gewinnern des CeBIT Innovation Awards. Haben Sie einen Tipp für potentielle Teilnehmer und Teilnehmerinnen des CeBIT Innovation Award 2014?

Der unmittelbarste Tipp, den ich einem potentiellen Teilnehmer geben würde lautet: Nehmt teil! Auch wir hätten sicher nicht damit gerechnet, einen solchen prestigeträchtigen Preis für unsere Technologie zu erhalten, auch wenn wir sicherlich stets von deren Nützlichkeit und Innovativität überzeugt waren. Der gesamte Bewerbungsprozess rund um den CeBIT Innovation Award lief sehr fair und transparent ab. Insbesondere im Auswahlsymposium verstand es die fachkundige und hochkarätig besetzte Jury, uns wertvolle Tipps und Anwendungsszenarien für die Technologie aufzuzeigen, die uns selbst ohne Preisgewinn sehr nützlich gewesen wären. Insofern gibt es meiner Meinung nach bei einer Teilnahme überhaupt nichts zu verlieren, nur sehr viel zu gewinnen.

Zu den anderen Preisträgern

Eine Initiative von:

Logo des Bundesministeriums für Bildung und ForschungLogo der CeBIT

Ablauf und Termine

Award-Vergabe

Aus den besten Exponaten wählt die Jury diejenigen Projekte aus, die zur CeBIT-Messe 2017 prämiert und ausgestellt werden.

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