Die Jury

26. Juni 2013, Mittwoch

Ein umfassendes Verständnis von Innovation

Interview mit Oliver Frese

Oliver Frese trägt seit dem 1. Mai 2013 die Gesamtverantwortung für die CeBIT als weltweit wichtigste Veranstaltung der digitalen Wirtschaft. Zuvor war Frese als Abteilungsleiter verantwortlich für die Energieleitmessen der HANNOVER MESSE. Seit 2010 war der studierte Sozialwissenschaftler und Betriebswirt als Geschäftsbereichsleiter für die Deutsche Messe AG tätig.

 

 

Herr Frese, Sie vertreten die Deutsche Messe AG in der Jury. Warum schreibt die Deutsche Messe den CeBIT Innovation Award gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung aus?
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ist das hochrangigste Forschungsgremium Deutschlands und damit für uns als Organisatoren der weltweit wichtigsten IT-Messe der ideale Partner. Schon seit vielen Jahren arbeiten wir  sehr eng zusammen. Denn CeBIT und BMBF haben gemeinsame Ziele: Wir wollen Innovationen fördern und vorantreiben, das Geschäft und den wirtschaftlichen Erfolg unterstützen, internationale Aufmerksamkeit erzeugen und Anlässe schaffen für neue Kontakte und kreative Ideen. Und wir beide verstehen Innovationen umfassend, sowohl aus technischer und wirtschaftlicher als auch aus gesellschaftlicher Perspektive.

Wo sehen Sie heute in Deutschland das größte Potenzial für Usability – und wo besteht Nachholbedarf?
Der größte Nachholbedarf an Usability besteht immer dort, wo der Einsatz von neuen Systemen an der Komplexität der Anwendung scheitert. Und das ist gerade im Umfeld der Informations- und Kommunikationstechnologie häufig der Fall. Hier gilt es umzudenken und kundenorientierte sowie zielgruppengerechte Angebote zu entwickeln. Wer es schafft, IT-Lösungen einfach in der Bedienung und intuitiv in der Handhabung zu gestalten, hat damit die besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Produkt. Nehmen Sie zum Beispiel den Siegeszug der Apps: reduziert auf das Wesentliche, klar in der Ansprache und mit wenigen Fingertipps zu bedienen.

Was erwarten Sie von der zweiten Runde des CeBIT Innovation Award?
Ich wünsche mir, dass der CeBIT Innovation Award 2014 ebenso erfolgreich sein wird wie seine Premiere 2013. Die exzellenten Lösungen sowie das große Engagement und die ausgeprägte Kreativität der Teilnehmer haben mich beeindruckt. Von Beginn an hat der CeBIT Innovation Award unter Beweis gestellt, über welches Potenzial junge deutsche Forscher verfügen. Damit trägt dieser Innovationspreis in einzigartiger Weise dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in der digitalen Welt zu stärken.

Die CeBIT ist eine große Veranstaltung mit einer großen Zahl verschiedener Themen. Wird sich der CeBIT Innovation Award abheben und etablieren können?

Der CeBIT Innovation Award hat sich vom Start weg etabliert. Die Preisverleihung durch die Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr.  Johanna Wanka auf der CeBIT 2013 hat den hohen Stellenwert des Award betont und für eine starke öffentliche Wahrnehmung gesorgt. Auch zur CeBIT 2014 werden die Preisträger geehrt. Darüber hinaus werden alle Gewinner-Projekte während der gesamten Messelaufzeit in exponierter Lage gezeigt – im Zentrum von „Research & Innovation“ in Halle 9, einem der meistbesuchten Themenbereiche der CeBIT.

 

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